Lust auf ein romantisches Feriendomizil
im Stil der vergangenen zwei Jahrhunderte?
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Was Sie auf Gut Amalienruh erwartet lesen Sie hier:
Der Gutshof von Amalienruh ist als Gesamtkunstwerk eine Meisterleistung des herzoglichen Hofbaumeisters Behlert, ein herausragendes Ensemble in der Landschaft, ein aus vielen Teilen bestehendes Ganzes:
Von Buchenwäldern umgebene Weiden mit grasenden Pferden und Rindern und das reizende Schlösschen der Herzogin Elisabeth Sophie, mit dem Rokkokosäälchen. Den von mächtigen alten Mauern umgebenen Garten mit dem plätschernden Kaskadenbrunnen aus grünem Marmor inmitten einer großen Rasenfläche und dem Pavillion an der hinteren Mauer, von dem aus man angenehm den Sonnenuntergang betrachten kann. Der daneben liegende, vertiefte Federballplatz auf dem einst Prinzessinnen gespielt haben, das „Badezimmer“ unter dem riesigen Haselstrauch, wo man in lauen Sommernächten im warmen Wasser liegend Glühwürmchen beobachten kann. Die gewaltige Blutbuche über dem halb verfallenen Gewölbe des Obstkellers. Die Figuren in den Mauernischen, die alten Eichen und Linden, die steinerne Treppe zum Rosengarten mit dem alten Walnussbaum und der dahinter liegenden Gartenvilla. Der Ehrenhof mit den gewaltigen Torpfosten an den Einfahrten und der ständig laufende Sandsteinbrunnen, an dem einst die Kutschpferde getränkt wurden. Der untere Wirtschaftshof mit Marstall und Werkstätten, der obere mit Schweizerhaus, Speichern und großen Ställen, mit den riesigen Heuböden und dem Wetterhahn auf dem Belüftungstürmchen. Das Turmhaus, wo einst der Nachtwächter wohnte und das unten einen großen Eiskeller enthält sowie eine Quellenstube, deren Quelle seit Menschengedenken niemals zu fließen aufgehört hat. Die Ruine des Kutscherhauses, Keller und Grundmauern eines Bauernhauses, in dem einst ein Vogelhändler und Bürstenmacher wohnte, der zu Fuß mit seinen Käfigen bis nach Frankfurt lief um Vögel und Waren dort zu verkaufen.
Amalienruh, das ist auch das geradezu biblische Bild des Schäfers, der im Abendlicht seine große Herde bewacht und die schaurig schönen Rufe der vielen Käuze und Eulen des nachts, wie auch das morgendliche Froschkonzert im Schlossteich. An warmen Frühlingsabenden ist die Luft ein einziges Duftmeer von hunderten blühenden Obstbäumen und den vielen Schlehenhecken. Weit unten im Tal sieht man friedlich und still das Dorf liegen.
Mit am schönsten sind die ganz frühen Morgenstunden mit der noch nächtlich kühlen Waldluft und dem laut schallenden Vogelgesang im Park. Wenn die ersten Strahlen der Morgensonne die bizarren Kronen der Kiefern hoch über dem Hof aus den Morgennebeln herausmodellieren, sind das geradezu japanische Landschaftsbilder.
Amalienruh ist ein Symbol vergangener Zeiten und auch ihr Spiegel. Es ist ein Traum von einem besseren Leben, von Schönheit und Licht. Es steht über allen Menschen in den wechselnden Zeiten.
Diese alten Gutshöfe haben ein zähes Leben, sie überdauern fast alles: Krieg und Revolution, Dürre und Überschwemmung, Glanzzeit und Verfall, ja selbst jahrelangen Leerstand und totale Ausplünderung.
Amalienruh ist das Ergebnis der großen Liebe von zwei Herzoginnen und einer Gutsfrau. Ein sehr weiblicher Gutshof und auch das Produkt einer einzigartigen, rein weiblichen Hochschule, wie es sie nie vorher oder nachher je wieder gegeben hat.
Ein nur glücklicher Ort, wo es nie verlorene, unglückliche Seelen gab.
Die Fröhlichkeit der höheren Töchter, die hier vor hundert Jahren den Hof bevölkerten, ist noch überall zu spüren. Technisch war man damals auf dem neuesten Stand, aber nichts wurde gemacht, was nicht auch schön war. Schwermut hat es hier nie gegeben, wohl aber einen langen Dornröschenschlaf (und das nicht nur einmal), aus dem wir es nun Stück für Stück wieder erwecken: Es gibt wieder Pferde und Kühe in den Ställen, es wächst wieder Salat im Garten, in der Küche wird wieder gebuttert, es schwimmen wieder Forellen in der Teichanlage, es stehen wieder Kutschen im Marstall, in der Tischlerei werden wieder Fenster gebaut, in der Schlosserei Maschinen repariert, in der Schmiede soll auch wieder geschmiedet werden und in der Orangerie wieder Orangen- und Zitronenbäume wachsen. Mit dem Vieh sind die Schwalben wiedergekommen, vor allem aber spielen wieder glückliche Kinder auf dem Hof!
Amalienruh liegt allein, mitten im Wald, es war nie richtiger Bestandteil der normalen Welt. Der Dichter und Märchensammler Bechstein, der sich vor 150 Jahren hierher verirrte, fühlte sich wie im Jenseits und in eine andere Zeit versetzt. Sein Roman „Sophienlust“ (der alte Name von Amalienruh) spielt hier.
Amalienruh braucht den Rest der Welt nicht wirklich. Die Obst- und Gemüsegärten, Weiden und Äcker liefern Lebensmittel im Überfluss, fünf eigene Quellen bestes Trinkwasser, der Wald Bau- und Feuerholz, Pilze und Wild, der Boden Steine und Kalk zum Bauen, die Wiesen gesundes Vieh, die Teiche köstliche Fische, die Bienen Honig, die Schafe Wolle, der Kräutergarten Heilpflanzen. In der Weberei entstehen Teppiche, in der Töpferei Geschirr. Es gab schon vor hundert Jahren einen eigenen Kindergarten, ein Backhaus, eine Räucherei, eine Stellmacherei, eine Mosterei und Bierbrauerei und auch ein Schneider fehlte nicht, genau wie ein Tanzsaal und eine Kegelbahn. Es gab Besenbinder, Korbflechter und Schuhmacher auf dem Hof. Über 70 Menschen lebten einmal hier.
Das Vieh gedeiht besser als anderswo, Gewitter und schwere Stürme werden von den umgebenden Bergen abgehalten, das Wetter ist vergleichsweise mild und ausgeglichen. Die vielen Walnüsse braucht man im Herbst nur aufzusammeln.
Amalienruh ist eine Welt für sich, eine sehr eigene Welt, sogar mit eigener Zeit. Die Uhren gehen nicht langsamer, die Tage sind auch hier randvoll gefüllt – aber mit anderen Dingen, mit Dingen aus der Gutswelt. Der Rest der Welt ist nicht so wichtig. Die Zeit geht weiter, aber das Vergangene ist nicht verschwunden, es ist immer gegenwärtig. Die Herzogin Sophie, die sich in diesen Hof verliebte und 1718 Schloss und Garten anlegen ließ, die gute Regentin Amalie, die ihren Witwensitz hier einrichtete, die verwundeten Krieger aus den Napoleonschlachten, die im Saal gesund gepflegt wurden, herzogliche Jagdgesellschaften, die tüchtige Gutsfrau Elisabeth von Pawel-Rammingen, die hier vor hundert Jahren die erste Landfrauenschule Deutschlands betrieb und viele andere, die hier gelebt haben und durch ihr Wirken immer noch gegenwärtig sind
Amalienruh ist in den vergangenen 70 Jahren übel mitgespielt worden, aber wirklich verändert konnte es trotzdem nicht werden.
Das heutige Leben auf Amalienruh ist nichts für Touristen gemachtes, künstliches, es ist authentisch. Es ist so, wie sich das alte Gutsleben bis in unsere Zeit weiterentwickelt hätte, wenn es Kriege und Umwälzungen nicht verhindert hätten.
Amalienruh ist weit davon entfernt, ein „Gutshotel“ zu sein. Gäste gab es hier aber schon immer, ihnen stand im Schloss ein ganzes Stockwerk zur Verfügung.
Als Gast können Sie – wie damals – am täglichen Gutsleben teilnehmen und viel neues erfahren, Sie können aber auch zunächst nur schauen, erleben und für sich sein. Sie können eine andere Welt und ein anderes Leben kennen lernen.
Was haben Gutsgäste vor 100 Jahren gemacht?
Sie waren Gäste an der Tafel der Hausherrin, sie haben an den Festen teilgenommen und an Jagden, es wurden Kutschfahrten und Ausritte gemacht, Spaziergänge und Picknicks unternommen, Tennis und Kricket, Kegeln und Federball gespielt. Es wurde vorgelesen, Ausflüge z.B. zur Wartburg oder nach Weimar unternommen oder auch in die nähere Umgebung zur Henneburg oder in das Meininger Staatstheater. Aber es wurde auch durchaus im Haushalt geholfen und auf dem Hof. Die Kinder hatten ihre Tiere, spielten – solange sie klein waren im Garten und waren – wenn sie älter wurden bei der Hofarbeit mit dabei, haben geangelt oder Hütten im Wald gebaut.
All das können heutige Gäste auf Amalienruh genauso machen. Daneben steht Ihnen die Bibliothek zur Verfügung und Sie können sich mit einem guten Buch in den Gartenpavillion zurückziehen oder abends in die Sauna gehen.
Sie werden bald die Erfahrung machen, die hier – seit Jahrhunderten – alle gemacht haben, dass Sie Nachrichten von außen nur noch wenig interessieren. Die modernen Massenmedien werden für Sie bald an Bedeutung verlieren, weil auf dem Hof mehr als genug passiert. Langeweile hat es auf Gutshöfen nie gegeben – krankhafte Hektik allerdings auch nicht.
Sie können auch weben lernen oder drechseln, schmieden oder schreinern, alte Kutschen restaurieren oder Möbel.
Enorm vielfältig ist auch der Gutshaushalt: Buttern, Brot backen, Mosten, Bier brauen, Wachholderlimonade und Holundersekt herstellen, Sirup aus Birkensaft bereiten und dann die vielen Marmeladen, Säfte und noch vieles mehr. Es wird auch viel mit Wildkräutern gearbeitet und Sie können sogar lernen, wie man aus reinen Naturprodukten Seife selbst herstellt.
Und dann der ganze medizinische Bereich. Gutsfrauen waren zu allen Zeiten sehr erfahren mit naturheilkundlichen Anwendungen und Heilkräutern.
Amalienruh ist kein Museum, vor allem der technische Bereich hat sich weiterentwickelt. Die Gutskultur war nie ein Feind der Technik, hat aber immer alles abgelehnt, was laut, hässlich und nicht wirklich sinnvoll war. Alles Neue wurde sorgfältig geprüft, bevor es übernommen wurde.
Wir haben Traktoren, einen Radlader und einen Bagger auf dem Hof, weil damit teure und mühsame, überschwere Handarbeit vermieden wird, aber wir haben auch noch Arbeitspferde, weil diese in bestimmten Bereichen dem Traktor überlegen sind und weil die Arbeit mit ihnen mehr Freude macht. Außerdem ist es ein gutes Gefühl für uns, in Krisenzeiten auch ohne Dieselöl weiterleben zu können.
Es gibt natürlich auch Autos auf Amalienruh, aber die benutzen wir so wenig wie möglich. Fernsehen tun wir nicht, weil uns dafür die Zeit zu schade ist. DVD`s und CD`s dagegen gibt es auch hier, damit können wir unser eigenes Programm gestalten. Das Internet wird als Informationsquelle und zum Einkaufen genutzt, dadurch müssen wir selbst weniger mobil sein. Wir arbeiten an verschiedenen Methoden zur alternativen Energiegewinnung: Kraft-Wärme-Kopplung, Biogas, Windkraft, Solarenergie, Rapsölerzeugung.
Amalienruh ist das Ergebnis der Suche nach einer Lebensform mit Zukunft. Wodurch ist eine solche Lebensform gekennzeichnet? Dadurch dass sie eine Vergangenheit hat und dadurch, dass sie schön ist. Im klassischen Griechenland stand auf die Errichtung von hässlichen Bauten oder Kunstwerken die Todesstrafe!
Schönheit ist das Kennzeichen von Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Schönheit zieht an und bewirkt gute Gefühle.
Die Amalienruh war selbst in schlimmsten Verfallszeiten wegen ihrer Schönheit Anziehungspunkt für die Menschen der Umgebung. Wir wollen hier nichts zerstören und „tot sanieren“, deshalb lassen wir uns Zeit und machen alles sehr sorgfältig. Es wird hier noch lange Ruinen und bröckelnde Fassaden geben. Wer mit diesen Spuren der Zeit nicht leben kann und das Perfekte sucht, für den ist es nicht der richtige Ort. Natürlich könnte man diesen Gutshof wie viele andere auch in wenigen Jahren vollständig renovieren, aber damit wäre auch aller Zauber dieses Platzes zerstört.
Perfektion werden Sie hier nicht finden. Aber Sie können in die Poesie dieses Gutes eintauchen und ein außergewöhnliches Leben kennen lernen – etwas, das Sie vielleicht schon immer ersehnt haben.