Am Südhang des Thüringer Waldes mit dem Blick auf die Rhön liegt in waldreicher, lieblicher Gegend der Gutshof von Amalienruh.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verliebte sich Elisabeth Sophie, die Herzogin von Sachsen-Meiningen in den Hof und ließ dort 1718 ein kleines Lustschloss bauen.
Bis 1889 im Besitz der Herzöge von Sachsen-Meiningen war hier später Deutschlands erste weibliche Hochschule und Landfrauenschule. Nach dem Krieg wurde es volkseigenes Gut mit Lehrlingsausbildung.
Weil Amalienruh nahe der bayrischen Grenze liegt und somit im Grenzsperrgebiet, wurde es zuletzt aufgegeben und dem Verfall überlassen. Die letzten Bewohner verließen es 1995.
Als im April 2003 die Treuhand das Gut verkaufte, war es eine einzige große Ruine.
Die Käufer Claus Siegfried Harnisch und Carl-Heinz Buck überführten Amalienruh in eine gemeinnützige Stiftung, die interessierten und befähigten Menschen die Gelegenheit gibt, eine zukunftsfähige Lebensform zu entwickeln.
Dazu ist Amalienruh ideal geeignet, es liegt zwar in der Mitte Deutschlands, aber trotzdem fernab dieser Welt. Ein kleines autarkes Dorf mitten im Wald, ohne öffentliche Zufahrtsstraße
So ist es bis heute geblieben – eine verwunschene Insel Avalon mitten in Deutschland.